

Bildtext: Foto des Titelblattes für Richard Piper, erstellt von Nuria Christ; Nuria Christ mit der Nichte Monika Volz; Feier der Vorstellung der Gedenkblätter- es musizieren Schülerinnen des Theodolinden-Gymnasiums München; Gruppenfotos mit Erstellern und Erstellerinnen von Gedenkblättern, Politikern und Angehörigen der Häftlinge
Dachau, 23.03.2026: In eigener Sache: Es wurde ein Gedenkblatt für den Onkel der Vereinsgründerin und Ersten Vereinsvorsitzenden Monika Volz von Nuria Christ erstellt und am 22.03.2026 vorgestellt.
Richard Piper aus Augsburg war Häftling im KZ Dachau vom 24.04.1933- 04.12.1934
Er war vor der Verhaftung engagiert als Kommunist; nach dem Krieg war er Abgeordneter für die SPD im Bayerischen Landtag.
Die Jährliche Vorstellung der diesmal neun neuen Gedenkblätter fand wieder in der Kapelle des Karmel Heilig Blut, Dachau am Jahrestag der Eröffnung des KZ Dachau am 22.03.1933 statt.
Unter Anwesenheit vieler Politiker stellten überwiegend Schülerinnen und Schüler selbst recherchierte und erstellte Gedenkblätter vor.
Das Projekt Gedächtnisbuch - Namen statt Nummern wird vom Trägerkreis Gedächtnisbuch organisiert, geleitet von Frau Sabine Gerhardus. Dabei sollen Häftlinge des KZ Dachau vorgestellt werden, die in der Haftzeit ihren Namen verloren und nur noch mit der Häftlingsnummer angesprochen wurden. Mit ihrem Namen wird auch ihre Biografie vorgestellt und so dem anonymen Vergessen entrissen.
Das Engagement von Richard Piper als Sozialpolitiker und sein Leiden im KZ Dachau verdienen es geachtet zu werden. Die Familie übertrug der Nichte Frau Monika Volz die Bewahrung der Erinnerung an Richard Piper, da er keine eigenen Kinder hatte.
Monika Volz freut sich sehr, dass nun auch ihr Onkel Teil des Gedächtnisbuches ist und auf diese Weise geehrt wird. Seinen Einsatz für das Gemeinwohl hält die Gründerin und Vorsitzende des Vereins "Selige Märtyrer von Dachau" für beispielhaft und ist bestrebt, dies als Familientradition weiterzuführen.
Herzlicher Dank geht an Nuria Christ, Schülerin des Theodolinden-Gymnasiums München, für ihre hervorragende Arbeit der Recherche, die Erstellung des Gedenkblattes im Rahmen ihrer Seminararbeit des W-Seminars und dessen Vorstellung.
Um finanzielle Unterstützung wird gebeten.
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